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Silvesterangst beim Hund


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Alle Jahre wieder kommt nicht das Christuskind in die Tierarztpraxen, sondern Hundehalter mit der Frage nach einem guten Medikament gegen die befürchtete Silvesterangst bei Hunden. Dabei ist allgemein bekannt, dass ein Präparat allein die eigentliche Problematik nicht aus der Welt schafft, sondern nur unterdrückt und damit infolgedessen verschlimmert.

Was also tun?

Oft genug stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob es denn immer erst fünf vor zwölf sein muss, bevor etwas verändert wird? Halter verlangen kurzfristige Hilfe, durch die wie auf Knopfdruck das Verhaltensproblem ein- und abzuschalten geht. Es soll einfach und unkompliziert sein. Das Angebot auf dem Markt zur Stressmilderung scheint vielfältig. Die Bandbreite reicht von Homöopathika und Bachblüten über Nahrungsergänzungsmittel (z.Bsp. Canised®, Zylkene®, Relaxan®) zu Alleinfuttermitteln (Calm®) und Pheromonen (Adaptil®). Canised® stellt einen Stressregulator auf pflanzlicher Ebene dar. Es enthält neben Melisse, Johanniskraut, Passionsblume und Lavendel auch Hopfen und Baldrian sowie diverse B-Vitamine. Relaxan® enthält L-Tryptophan, Zylkene® Casein. Auf Basis des Milchproteins Casein und der Aminosäure L-Tryptophan soll hier eine Dämpfung der Erregung stattfinden.

Aus Casein wird durch enzymatische Spaltung (Trypsin) ein Peptid gewonnen, welches in vivo anxiolytische und antikonvulsive Eigenschaften zeigte. Dieses α- Casozepin bindet an einen Teil der GABA-Rezeptoren im ZNS und verstärkt die GABAerge Wirkung. Nebenwirkungen treten nicht auf. α-Casozepin stellt vermutlich eine wichtige Komponente für Neonaten dar, um Angstzustände regulieren zu können. Die Fähigkeit zur Umwandlung des Caseins verliert sich etwa im Alter von 16 Wochen.

L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die Bestandteil von Proteinen und Peptiden ist. Sie stellt einen Vorläufer für den Neurotransmitter Serotonin dar und wird industriell unter Nutzung von E.coli Mutanten biosynthetisch hergestellt. In der Humanmedizin soll L-Tryptophan stimmungsaufhellend, beruhigend und gewichts- reduzierend wirken. Von Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit wird berichtet.

Antidepressiva (Selegilin/Clomipramin), Anxiolytika (Buspiron) und Tranquilizer (Alprazolam, Acepromazin) runden das Angebot ab, um nur Einige zu nennen. Bei diesen darf die Gabe nur nach strenger Indikation erfolgen, sind doch die Nebenwirkungen beträchtlich und paradoxe Reaktionen durch die enthemmende Wirkung sowie Rebound Effekte nach Absetzen möglich. Ein hoher Erregungszustand sowie Aggressivität des Hundes stellen unter anderem Kontraindikationen dar, weshalb die Gabe schon einige Tage vor der zu erwartenden Geräuschkulisse erfolgen soll.

Verhaltensänderungen bei Tieren werden in der Medizin zurückgeführt auf Störungen im Bereich der Monoamine (Serotonin, Noradrenalin, Dopamin), in dessen Stoffwechsel die Antidepressiva eingreifen. Durch Wirkung auf das GABAerge System (zum Beispiel durch Benzodiazepine) sollen auch anxiolytische und antiaggressive Effekte erzielt werden können. Im Folgenden soll kurz auf einige Wirkstoffe eingegangen werden (Quellen: Löscher/Ungemach/Kröker (2003), Plumb (2008), http://www.vetpharm.uzh.ch/, http://vetidata.de/ )

Selegilin (Selgian®) verlangsamt als Antidepressivum durch Hemmung der Monoaminoxidase den Dopaminabbau, sodass die Konzentration der monoaminergen Neurotransmitter (Dopamin, Serotonin, Adrenalin, Noradrenalin) erhöht wird. Die ZNS-dämpfenden, dopaminergen Wirkungen traten in klinischen Prüfungen erst nach längerer Behandlung und nicht bei allen Hunden auf. Auch kam es zu gesteigerter Aggressivität bei 20% der getesteten Hunde. Selegilin wird in der Humanmedizin in der Therapie des Morbus Parkinson eingesetzt.

Clomipramin (Clomicalm®) hemmt als tricyclisches Antidepressivum die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin und wirkt antagonistisch auf andere Neurotransmitter-Rezeptoren, wodurch die Nebenwirkungen (antiadrenerg, antihistaminerg, anticholinerg) erklärbar sind. Bei Überdosis kann es zu schweren Herzrhythmusstörungen kommen. Eine klinische Wirkung tritt erst nach 2-3 Wochen Behandlungszeit auf.

Die beiden Antidepressiva dürfen nur als begleitende Medikation zu einer Verhaltenstherapie angewendet werden. Aufgrund des Abhängigkeitspotenzials müssen sie ausgeschlichen werden. Verhaltensprobleme können durch diese Wirkstoffe nicht gelöst werden, sondern dämpfen den Hund nur in den Symptomen.

Das Phenothiazin-Sedativum Acepromazin zählt zu den Neuroleptika/major tranquilizer. Angriffspunkte sind die Formatio reticularis und der Hypothalamus, wo Dopamin-Rezeptoren blockiert werden, was zu einer verminderten Freisetzung dieses Neurotransmitters führt. Daraus ergeben sich folgende Wirkungen: Neurolepsie, d.h. psychomotorische Antriebshemmung bei erhaltenem Bewusstsein, Sedation, Erhaltung der unbedingten und Herabsetzen der bedingten Reflexe sowie Steigerung des Muskeltonus‘. Diese Wirkungen können individuell und auch rassespezifisch variieren, zum Beispiel kann es bei Hunden mit MDR1-Genmutation zu einer verlängerten Sedation kommen, sehr große Rassen und Greyhounds können überempfindlich reagieren, Terrier kaum Wirkeffekte zeigen. Boxer scheinen für Hypotonie- und Bradycardie-Effekte prädisponiert. Paradoxe Reaktionen werden beschrieben, vor allem, wenn sich das Tier in der Anflutungsphase in einem erhöhten Erregungszustand befindet. Somit können sich Geräuschempfindlichkeit und Schreckhaftigkeit enorm steigern, Aggressivität und erhöhte ZNS-Erregung auftreten. Durch die hypotonische Wirkung kann es zu kardiovaskulärem Kollaps kommen. Das heißt: Bei erhaltenem Bewusstsein kann sich der ängstliche Hund wegen der fehlenden Spontanmotorik und der herabgesetzten bedingten Reflexe (Fluchtreflex) nicht aus der Gefahrenzone flüchten. Der Gebrauch von Acepromazin zur Sedierung für lange Reisen oder zur Beruhigung gilt schon lange als obsolet.

Alprazolam als Benzodiazepinderivat gehört zu den Ataraktika/minor tranquilizer und wirkt auf das GABAerge System. Angriffsstellen sind Bezodiazepin-Rezeptoren im Limbischen System und in der Formatio reticularis, die an GABA-Rezeptoren gekoppelt sind und GABAerge Wirkung entfalten. Diese inhibitorischen Effekte äußern sich als sedativ, anxiolytisch, zentral muskelrelaxierend und antikonvulsiv.



Des Weiteren wirkt Alprazolam als Serotoninantagonist. Aufgrund der enthemmenden Wirkung stellen aggressive, stark erregte Hunde eine Kontraindikation dar, weil es zu paradoxen Reaktionen (ZNS-Erregung, Ataxie) kommen kann. Das Präparat soll nicht abrupt abgesetzt werden, da sonst Rebound- Effekte (Angstzustände, Krampfanfälle) auftreten können. Der Einsatz sollte immer nur in Kombination mit einer fachkundigen Verhaltenstherapie stattfinden.

Zu der Wirkstoffklasse der Propylamine zählt Fluoxetin (Reconcile®). Es hemmt sehr selektiv die Serotoninwiederaufnahme (Selective Serotonin-Reuptake Inhibitor SSRI), wodurch es zu einer erhöhten Serotoninaktivität im ZNS kommt. Es wirkt sedierend und antidepressiv, kann jedoch neben gastrointestinalen Nebenwirkungen auch zu paradoxen Reaktionen führen (Lethargie/Hyperaktivität/Aggressivität, Anorexie, Desorientierung). Hunde mit bekannter Überempfindlichkeit oder solche, die MAO- Inhibitoren erhalten, stellen Kontraindikationen für die Gabe dar. dar. Als (verschreibungspflichtige) „Glückspille“ ist Fluoxetin weit verbreitet, darf aufgrund der schweren bis tödlichen Nebenwirkungen nicht mit MAO-Hemmern oder anderen Stimmungsaufhellern eingenommen werden. Die Pharmakonzerne warnen vor Persönlichkeitsveränderungen und gesteigerter Suizidgefahr.

Buspiron aus der Klasse der Pyrimidine ist ein Anxiolytikum, welches im Gegensatz zu den Benzodiazepinen weder antikonvulsiv noch muskelrelaxierend oder sedativ wirkt. Buspiron scheint als partieller Agonist für Serotonin-Rezeptoren zu fungieren sowie als Agonist/Antagonist für Dopamin-Rezeptoren im ZNS. Aufgrund seiner enthemmenden Wirkung darf Buspiron nur mit Vorsicht bei aggressiven Hunden eingesetzt werden. Die Nebenwirkungen sind vergleichsweise mild, umfassen gastrointestinale Störungen und kardiovaskuläre Anzeichen wie Tachycardie. Der Wirkeintritt erfolgt erst nach frühestens 1-2 Wochen, sodass Buspiron für eine kurzfristige Therapie von akuten Angstzuständen nicht geeignet ist.

Trotz des vielschichtigen Angebotes lässt sich festhalten: Die Wirksamkeit lässt zu wünschen übrig, die Geräuschangst des Hundes verstärkt sich progressiv und bereitet den entnervten Haltern täglich mehr Probleme.

Die Frage, ob dem Hund damit tatsächlich, also ursächlich, geholfen wird, bleibt leider unbeachtet. Dabei ist bekannt: Behoben werden kann die Angst durch reine Medikamentengabe nicht. Die alleinige Verabreichung ist schon lange nicht mehr lege artis.

Ist ein so kurzfristiges pharmakologisches Kamikazekommando da überhaupt noch vertretbar? Hat man einen Hund gesehen, der unter Einfluss eines solchen Medikamentes steht, stellt sich erst gar nicht mehr die Frage, ob durch eine problemhundetherapeutische Verhaltensumlenkung an der Auffälligkeit/Ursache gearbeitet werden muss.

Ist es nicht an der Zeit, die Gesamtsituation zu verändern und den Hundehalter endlich in die Verantwortung zu nehmen? Die vier Klassen der Problementstehung:

  1. Hundehalter, die lieber feiern gehen, als sich um ihren Angsthund zu kümmern. Der Hundehalter wird mit der reinen Medikamentenabgabe zufriedengestellt sein, da er keine weitere Aufklärung wünscht und sicherlich wiederkommt. Resultat: Die anfängliche Angst des Hundes wird sich problematisch weiterentwickeln. Bei zukünftigen Untersuchungen wird der Hund u.U. die Praxis nicht mehr betreten wollen, sich schlecht bis gar nicht mehr anfassen lassen, möglicherweise sogar nach dem Tierarzt schnappen oder diesen verbellen. Solche „Problemfälle“ bereiten im Praxisalltag mehr Aufwand, beanspruchen mehr Zeit und damit Kosten.
  2. Manche Hundehalter befassen sich frühzeitig mit der Frage, wie sie ihrem Hund helfen können. Erkennen, dass es ohne Therapie des Hundes nicht geht und befragen dazu den Tierarzt ihres Vertrauens. Optimal ist, wenn dieser mit einem guten Problemhundetherapeuten zusammenarbeitet, der zu Hause mit dem Halter an der Ursache trainieren kann.
  3. Tierarztkolleginnen und -kollegen, die mit der Problematik überfordert sind und schnell in den Medikamentenschrank greifen, um den Hund kurzfristig ruhig zu stellen. Da die Wahrnehmung der Angst auslösenden Reize nicht abgeschaltet werden kann, stattdessen diese sogar noch gesteigert wird, treten spätestens im Folgejahr verschärfte Problemsymptome auf. Endergebnis: dem Hund wurde nicht geholfen, der Patient wird nicht wiederkommen und Negativpropaganda ist vorprogrammiert.
  4. Hundehalter, die sich der Problematik bewußt sind, gerne dauerhafte Veränderungen anstreben, mit Hundetrainern aber schon schlechte Erfahrungen machen mussten. Dem Hund wurde nicht geholfen, ganz im Gegenteil! Korrektur, Hilfsmittel und unter Umständen körperliche Gewalt und Maßregelung kamen zur Anwendung. Hündisches Problemverhalten ist individuell und kann weder auf dem Hundeplatz noch durch Beruhigen, Trösten, Ablenken oder mittels Gewöhnung durch Geräusche-CDs gelöst werden. Eine begleitende Verhaltenstherapie ist unumgänglich, will man Hund und Besitzer wieder entspannt sehen.

Woran ist ein guter Therapeut für eine nachhaltig positive Verhaltensumlenkung des Hundes erkennbar, den sich der Tierarzt zu Rate ziehen kann?

Ein guter Problemhundetherapeut hat eine praxisbezogene Ausbildung genossen und diese auch mit Zertifizierung abgeschlossen. Daran ist zu erkennen, dass er die Abschlussprüfung bestanden hat. Das ausbildende Institut sollte über die Anerkennung des Landes als Bildungsträger/Schulträger und über die Auszeichnung eines unabhängigen Kontrollorgans, wie z.B. die DEKRA verfügen.

Ein guter Problemhundetherapeut fängt beim Halter vor Ort an und bezieht diesen aktiv in die Arbeit mit ein. Eine langfristige Verhaltensänderung schließt jegliche Form von Korrektur und Hilfsmitteln aus. Lizenzierte Hundeweltentherapeuten sind in dieser speziellen Arbeit seit über einem Jahrzehnt tätig. Die Zusammenarbeit zwischen Tierärzten und Problemhundetherapeuten ist elementar wichtig, weil Verhalten und körperliche Verfassung in Abhängigkeit zueinander stehen. Um diese sich ergänzende fachkompetente Hilfe für Hund und Hundehalter zu erweitern, haben sich Problemhundetherapeuten von Hundewelten und bereits einige Tierärzte in Deutschland und Österreich auf die Zusammenarbeit in Form von verhaltensmedizinischen Beratungen spezialisiert und setzen damit neue Maßstäbe in der ganzheitlichen Verhaltenstherapie. Mit einer so hochqualifizierten Kooperation kommen Ihre Patienten nicht nur gut ins neue Jahr, sondern sind auch für die Zukunft gut gerüstet.

Zu Silvester werden immer noch einige der folgenden Tipps publiziert, bringen aber nachweislich nichts:

Falsch ist: Der Hund braucht eine Rückzugsmöglichkeit
- Fakt ist: Dadurch fühlt sich der Hund bestätigt und die Angst verstärkt sich, er ist nach wie vor allein

Falsch ist: Die Geräuschkulisse ist gering zu halten durch Schließen der Fenster
Fakt ist: Dabei geht es gar nicht um die Lautstärke. Nur durch gezielte Konfrontation mit den Angst auslösenden Geräuschen (egal ob laut oder leise) kann der Halter dem Hund die Angst nehmen. Die Anleitung eines erfahrenen Experten ist hierbei unbedingt notwendig.

Falsch ist: Strahlen Sie Freude aus, lassen Sie den Hund nicht Ihre Besorgnis spüren
Fakt ist: Da der Hund den Menschen körpersprachlich liest, ist die Erregung nicht zu überspielen oder zu verstecken. Zudem hat sich die Angst häufig schon verselbständigt und hängt lange nicht mehr vom Verhalten des Halters ab.

Falsch ist: Der Halter soll einen souveränen Hund mit dem Angsthund zusammen lassen, damit dieser ihm zeigen kann, dass Angst unbegründet ist
Fakt ist: Da nur Sie im Alltag Führungsperson und Futtergeber sind, sind Sie für Ihren Hund wichtig und können ihm die Angst nehmen. Die Hunde stehen untereinander in keinerlei Abhängigkeit, somit kann der Angsthund keinen Vorteil daraus ziehen. Dementsprechend kann diese Empfehlung ebenfalls nicht helfen.

Falsch ist: Lenken Sie den Hund ab durch Spiele, Futter etc.
Fakt ist: Der Hund wird aus dem Ablenkungsmanöver für die Zukunft nichts lernen, die Angst bleibt. Durchs Ablenken gewinnt der Hund keine neuen Erkenntnisse. Ergebnis soll es sein, dauerhaft die Angst zu eliminieren und nicht nur kurzfristige Abschweifung zu erzielen. Futter kann er bei hohem Stress nicht mehr nehmen, der Futtertrieb ist in diesem Augenblick untergeordnet.

Falsch ist: D.A.P./Adaptil soll dem Hund ein wohliges Gefühl vermitteln und Stress nehmen
Fakt ist: Diese auf Pheromonbasis wirkenden Stoffe, können nicht helfen, da sie zu spät zum Einsatz gekommen sind. Um dem Hund ein „wohliges Gefühl“ suggerieren zu können, müsste er dies genau zu Silvester verknüpft, also gelernt haben. Die von der Mutterhündin ausgesendeten Pheromone dienen dem Welpen lediglich dazu, schneller die Wärme- und Futterquelle finden zu können, aber vermitteln nicht das Gefühl von Geborgenheit.

Falsch ist: Verzichten Sie bei Angsthunden auf Schreckreize (Wurfkette, Wurfdisc, Klapperbüchsen, Sprayhalsband) im alltäglichen Training. Sie sind dafür nicht geeignet
Fakt ist: KEIN Hund eignet sich für das Training über Schreckreize. KEIN Hund braucht Korrektur. Jede Korrektur deutet auf Unzulänglichkeit des Menschen dem Hund gegenüber hin, und belastet die Verbundenheit zwischen Hund und Halter immens und nachhaltig.

Wieso nun diese Liste?

Änderungen und neue Erkenntnisse in der Medizin sind nicht verwunderlich und werden als unentbehrliche Weiterbildung angesehen. Die Wissenschaft lernt stetig dazu, die Verhaltenstherapie bildet da keine Ausnahme. Einerseits ist aus der Vergangenheit die Lehre zu ziehen, dass selbst etablierte Verhaltensexperten neue Erkenntnisse nicht akzeptieren und überholte Sichtweisen zu lange aufrechterhalten, weitergeben und sogar praktizieren (siehe Tipps oben). Andererseits zeigen konventionelle Wege die engen Grenzen des Erfolges deutlich auf. In diesen Kontext fallen auch jene Trainer, denen nicht klar ist, dass mit einem kranken Hund nicht trainiert werden darf. Hundewelten hingegen setzen sich seit geraumer Zeit für eine ganzheitliche Therapie ein und beschreiten neue Wege in der Verhaltensumlenkung.

Die Spezialisierung von Hundewelten im Bereich der Problemhundetherapie macht diese zum Träger des DEKRA-Gütesiegels.

Es bleibt demzufolge zu entscheiden: Beschränken wir uns auf die Verabreichung geeigneter Psychopharmaka respektive Ergänzungsmittel oder halten wir uns an bisher gebräuchliche Methoden und Hilfsmittel in der Verhaltenstherapie, weil diese in Veröffentlichungen eine feste Stellung eingenommen haben oder sind wir bereit umzudenken und geben neuen Wegen eine Chance zu Gunsten des Hundes?

Überraschungen an Weihnachten sind schön, auf die Überraschungen an Silvester können Sie in Zukunft verzichten.

Autorengemeinschaft:
Franziska Gruhser, 74321 Bietigheim-Bissingen (Tierärztin) mit freundlicher Unterstützung von Cornelia Benford (Problemhundetherapeutin nach S.D.T.S., Dozentin) und Brigitte Kann (Problemhundetherapeutin nach S.D.T.S.)

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Beitrag vom 18.11.16